Braunfelser Einsatzkräfte wollen einen Hauptamtlichen
Wehr fordert Gerätewart
Sorge macht der Wehrführung die Entwicklung der Mitgliederzahl: Derzeit gibt es 36 Aktive, darunter drei Frauen. Um Interessenten für die Einsatzabteilung soll deshalb unter anderem auf einer Plakatwand geworben werden, die an der Kreuzung Attenbach Straße/Solmser Straße aufgestellt wird. Das Land Hessen wirbt darauf für ein Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren. Auch mit "hausgemachten" Kampagnen versucht die Wehr neue Mitglieder zu gewinnen. Auf steigendes Interesse stößt die Internet-Homepage www.Feuerwehr-Braunfels.de.
Verstärkung kann die Wehr in Anbetracht der Arbeitsbelastung gut gebrauchen, rückte sie doch im vergangenen Jahr zu insgesamt 78 Einsätzen aus. "Dies waren zwar 26 Einsätze weniger als im Jahr 2004, doch die Zahl der Einsatzstunden erhöhte sich von 1275 auf 1405", sagte der Wehrführer. Dabei teilen sich die Einsätze auf in neun Brandeinsätze, 37 Technische Hilfeleistungen, 18 Brandsicherungswachdienste und 14 Fehlalarme. Nicht berücksichtigt ist die Zeit für Wartung von Fahrzeugen und Geräten sowie für die Erstellung von Einsatzberichte. "Die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes ist notwendig", betont der Wehrführer.

Ehrungen und Beförderungen bei der Braunfelser Feuerwehr (von links): stellvertretender Wehrführer Michael Goßmann, Frank Listner und Gregor Werding, der stellvertretende Vorsitzende Martin Joneck, Wehrführer Michael Rack, Stadtbrandinspektor Manfred Glaßner und der Braunfelser Bürgermeister Dieter Schmidt. (Foto: Knobloch)
"Neben all den Einsätzen soll aber auch die Besetzung der Zentrale an Wochenenden und Feiertagen nicht unerwähnt bleiben", so Rack. Für den Telefondienst und Koordination wurden 2675 Stunden erbracht. Außerdem absolvierten die Aktiven 32 Ausbildungseinheiten: 21 Standortausbildungen der Einsatzabteilung, Objektbegehung und die Zusatzausbildung, wie zum Beispiel für Zug-/Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger oder Drehleitermaschinisten, Alarmübung am Eisenbahntunnel in Hasselborn. "Ein Höhepunkt im Ausbildungsjahr war die Zusatzausbildung für die Atemschutzgeräteträger in der mobilen Brandsimulationsanlage", so der Wehrführer.
Rack gab auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Feuerwehrvereins seinen Bericht ab: Hier ist ein leichter Rückgang der Mitgliederzahlen von 785 auf 760 zu verzeichnen. Zu den Veranstaltungen zählen ein Ausflug in das Rheinland, die Winterwanderung, das Bäuchlingsessen zum Vatertag, sowie der "Tag der Offenen Tür". Termine in diesem Jahr sind unter anderem das Bäuchlingsessen am 25. Mai, der Tag der Offenen Tür am 17. September sowie die Weihnachtsfeier am 16. Dezember.
Ulrich Kowarsch für 40-jährige Mitgliedschaft mit goldener Nadel geehrt
Partnerschaften gibt es mit Feuerwehren in Ungarn und Belgien. Positiv haben sich die Ehren- und Altersabteilung sowie das Blasorchester unter Leitung von Herbert Bender entwickelt. Jugendfeuerwehrwart Markus Adolph gab ebenfalls einen Bericht ab. Zurzeit zählt die Abteilung zwölf Mitglieder, die sich an 41 Tagen zu 67 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung getroffen haben. Einen Höhepunkt war das Stadtzeltlager im Juli. Positiv zu verzeichnen ist die finanzielle Förderung im Rahmen des 40-jährigen Bestehens der Deutschen Jugendfeuerwehr. Hier bekam die Abteilung 476 Euro, die unter anderem zur Anschaffung wetterfester Jacken verwendet wurde. Ein weiterer Punkt der Jahreshauptversammlung waren Beförderungen und Ehrungen. Hier wurden Gregor Werding und Frank Listner zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt. Geehrt wurde in Abwesenheit Ulrich Kowarsch für 40-jährige Mitgliedschaft mit der Goldenen Vereinsnadel. Über eine Ehrung durfte sich außerdem Michael Rack freuen, der die Silberne Vereinsnadel für 25- jährige Mitgliedschaft entgegennehmen durfte.
Stadtbrandinspektor Manfred Glaßner, Bürgermeister Dieter Schmidt (CDU) und Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Müller (CDU) dankten für das Engagement und sicherten der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels weiterhin Unterstützung zu.


