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Braunfelser Kameraden ernennen Manfred Glaßner zum Ehrenmitglied

Jahreshauptversammlung 2009 - Wehr ist 1.057 Stunden im Einsatz

Braunfels (fm). Der langjährige „Spitzenmann“ der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels und ehemalige Kreisbrandmeister Manfred Glaßner ist in der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt worden. Er schied an diesem Tag altersbedingt aus dem aktiven Dienst aus.

50 Mitglieder und Gäste hatten sich im Lehrraum des Feuerwehrstützpunkts versammelt, darunter Bürgermeister Wolfgang Keller (parteilos), die Stadträte Hartmut Müller (CDU), Holger Johannsen (SPD) sowie Ortsvorsteher Wolfgang Gerster (Bündnis 90/Grüne).

Hauptprogrammpunkte waren Berichte, Beförderungen, die Ernennung von Manfred Glaßner sowie weitere Ehrungen von Mitgliedern.

Stadtbrandinspektor Michael Rack stellte in seinem Jahresbericht die aktuellen Zahlen der Einsatzabteilung (38 Mitglieder), der Ehren- und Altersabteilung (18 Mitglieder) sowie der Jugendfeuerwehr (sieben Mitglieder) vor. 2008 standen der Wehr neun Fahrzeuge, zwei Feuerwehranhänger und ein Boot zur Verfügung, berichtete Michael Rack. Angeschafft wurde im vergangenen Jahr eine neue Drehleiter, weil die alte ihren Dienst verweigert hatte. Die Feuerwehr Braunfels habe im Berichtszeitraum 89 Einsätze geleistet, darunter zehn Brandeinsätze und 50 technische Hilfeleistungen, außerdem elf Brandsicherheitswachdienste und 18 Fehlalarme. Für die 89 Einsätze seien 1057 Stunden aufgewendet worden – die Zeit für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Gerätschaften nicht eingerechnet. Hinzu kamen drei Einsätze für Brandschutzerziehung im Kindergarten. 1055 Stunden seien mit Ausbildung verbracht und 22 Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene oder der Landesfeuerwehrschule besucht worden, sagte Herr Rack. Einen enormen Zeitaufwand erfordere die Wartung und Prüfung der Geräte. Wichtige Anschaffungen für die Zukunft sind laut Rack neue Fahrzeuge sowie eine Wärmebildkamera.

Geehrte und Offizielle der Braunfelser Feuerwehr (von links): Bürgermeister Wolfgang Keller, Dirk Steinmüller, Manfred Glaßner, Francisco Heredia Puyol, Alexander Rühl, Kai Wilfert, Michael Goßmann (stellvertretender Wehrführer Braunfels), Markus Meier, Markus Adolph, Stefan Rack, Gernot Medenbach und Michael Rack.

Michael Rack bedankte sich bei allen Kameraden, die durch ihre Mitarbeit dazu beigetragen hätten, dass die gestellten Aufgaben zufriedenstellend gelöst werden konnten. Besonders dankte der Stadtbrandinspektor dem Bürgermeister sowie den Mitgliedern von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung für gute Zusammenarbeit.

Keller erwähnte, dass das Drehleiterproblem durch die Anschaffung eines neuen Gerätes gelöst wurde und dass im städtischen Haushalt 2009 eine weitere Million Euro für die Ausrüstung der Wehren ausgewiesen sei. Die Kameraden sollten bestens ausgestattet werden, weil sie ihr Leben für ihre Mitmenschen einsetzten.

Jugendwart Torsten Wilfing bedauerte den Austritt von mehreren Jugendlichen aus der Jugendwehr, die sich immer montagsabends getroffen, verschiedene Veranstaltungen besucht und einen Ausflug nach Bad Homburg unternommen habe.

Für das Blasorchester Braunfels sprach dessen Leiter Herbert Schäffl und berichtete von mehreren Auftritten. Das Orchester habe noch einen Bestand von 14 Musikern, die weiterhin im kleineren Rahmen tätig sein werden.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Gernot Medenbach lobte die gut ausgebildete Braunfelser Wehr, auf die man sich verlassen könne. Sorgen mache ihm der niedrige Jugendwehrstand.

Der Vorsitzende der Wehr, Dirk Steinmüller, berichtete von weiteren Aktivitäten, darunter die Winterwanderung, der Besuch der Feuerwehr aus Rietghen in Thüringen, die Präsenz bei der Altenkirchener Wehr zu deren 100-jährigem Bestehen, das Bäuchlingsessen, die Jubiläumsbesuche bei Nachbarwehren sowie die Beteiligung am Altstadtfest und auch den „Tag der offenen Tür“ im September. Im Oktober sei eine Delegation zum „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Ecklo nach Flandern gereist, am 8. November fand ein Familienausflug nach Speyer statt. Der Feuerwehrverein habe in den vergangenen 18 Jahren 110 000 Euro in den Brandschutz gesteckt.  Die Alters- und Ehrenabteilung unterstützte den Verein regelmäßig.

Markus Adolph, Markus Meier und Kai Wilfert wurden für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet, Stefan Rack wurde als ausscheidender „20-jähriger Gerätewart“ geehrt.

Befördert wurden bereits im Laufe des Jahres 2008 Anette Lindenberg zur Oberfeuerwehrfrau sowie Patrick Himmelreich zum Oberfeuerwehrmann. Während der Veranstaltung erhielten Francisco Heredia Puyol und Alexander Rühl die Urkunden als Hauptfeuerwehrmann und Feuerwehrmann.