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Jugendfeuerwehr Braunfels

Chronik der Jugendfeuerwehr Braunfels - 1972 bis 2002

Im Jahre 2002 konnte die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels ihr 30jähriges Bestehen feiern. In diesen 30 Jahren gab es viele lustige, spannende, lehrreiche aber auch vielleicht einige traurige Erlebnisse. 30 Jahre Jugendfeuerwehr, heißt auch 30. Jahre Jugendarbeit in deren Verlauf die Jugendfeuerwehr insgesamt ....... Mitglieder hatte.

Das offizielle Gründungsdatum der Jugendfeuerwehr Braunfels ist der 01. Januar 1972, doch bereits ein Jahr zuvor, genauer am 09. Januar 1971, wurde während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels unter Leitung von Ortsbrandmeister Wilhelm Heinz der Punkt Jugendwerbung angesprochen. Unter dem Punkt Verschiedenes wurde dann von Kamerad Walter Mattis vorgeschlagen eine Jugendwerbewoche zu veranstalten. Nach umfangreicher Planung wurde dieser Vorschlag, dann am 19. September 1991 in die Tat umgesetzt. Ein Feuerwehrtag unter Mitwirkung der Spielmannszüge aus Atzbach und Schwalbach umrahmten das Programm. Die Jugendfeuerwehren aus Atzbach und Bonbaden zeigten ihr Können auf dem Gelände vor dem damaligen Feuerwehrhaus in Braunfels, das später dem heutigen "Haus des Gastes" weichen musste.

Der Erfolg dieser Veranstaltung zeigte sich darin, dass sich spontan 22 Jugendliche aus Braunfels für die Jugendfeuerwehr meldeten. Als Jugendwart und stv. Jugendwart wurden in einer Vorstandssitzung, die Kameraden Karl Heinz Gabriel und Helmut Schwenk benannt und somit konnte man damit beginnen, die Jugendlichen mit der Arbeit und dem Sinn und Zweck der Feuerwehr bekannt zu machen. Über einen solchen Neubeginn erfreut, unterstützte Wehrführer Wilhelm Heinz die Arbeit der Jugendwarte nach besten Möglichkeiten. Aber auch die städtischen Gremien unterstützten die Jugendarbeit indem sie spontan Mittel bereitstellten, um die nötigen Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen und das war eine ganze Menge.

Nachdem nun die Jugendfeuerwehr am 01.01.1972 offizielle gegründet wurde, konnten in der Jahreshauptversammlung am 08.01.1972 die Kameraden Karl Heinz Gabriel als Jugendwart und Helmut Schwenk als stv. Jugendwart in ihren Ämtern bestätigt werden. Von den anfangs 22 Jugendlichen waren bei der Gründung dann 20 Kameraden dabei. Von diesem 20 Kameraden sind heute noch 2 Kameraden aktive in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels tätig, es sind dies, die Kameraden Hans-Joachim Himmelreich und Reiner Glaßner.

Nachdem die Jugendfeuerwehr gegründet war, galt es nun sich auf die zukünftige Arbeit in der Feuerwehr vorzubereiten. Hierzu traf man sich 14tägig zu Übungen, um das nötige Wissen zu erlernen. Ein großes Ziel war natürlich die Teilnahme an den Bundeswettkämpfen sowie der Erwerb der Leistungsspange, die höchste Auszeichnung für die Jugendfeuerwehrmitglieder.

Im Jahr 1973 zeigten sich die ersten Erfolge. Bei der erstmaligen Teilnahme an Wettkämpfen auf Kreisebene, konnten 8 Kameraden die Leistungsspange in Empfang nehmen. Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz, so nahm man erstmals an einem Zeltlager auf Landesebene in Arolsen teil. Um den Erfolg bei den Wettkämpfen auch weiterhin zu gewährleisten ginge es dann weiter mit viel Übung und Fleiß.

In 1974 konnten dann die ersten Kameraden von Wehrführer Willi Reinhardt in die Einsatzabteilung übernommen werden, es waren dies die Kamerad Hans-Joachim Himmelreich und Wilfried Fastnacht. Nachdem der stv. Jugendwart Helmut Schwenk von seinem Amt zurückgetreten war, wurde Kamerad Horst Meier sein Nachfolger. Nachdem dieser Wechsel reibungslos vonstatten gegangen war, konnte die Jugendarbeit erfolgreich weitergeführt werden. Auch in diesem Jahr konnten 6 Kameraden die Leistungsspange in Empfang nehmen. Des Weiteren belegte eine Gruppe von 9 Kameraden in einem Starterfeld von 23 Gruppen den zweiten Platz. Dies war Ansporn für die Zukunft. Weiterhin konnte man durch Spenden ein eigenes 20-Mann-Zelt erwerben, so dass man sich nun auch an den Zeltlagern auf Kreisebene beteiligen konnte. Ein weiterer Höhepunkt war die Fertigstellung des neuen Feuerwehrstützpunktes in dem die Jugendfeuerwehr ihren eigenen Unterrichtsraum.

Erstmals im Jahr 1975 sank die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr auf 13 Mitglieder im vergleich zum Vorjahr waren es noch 21 Mitglieder. Dies hing jedoch damit zusammen, dass 6 Kameraden in die Einsatzabteilung wechselten. Den 3 Neuzugängen standen leider 5 Abmeldungen gegenüber.

In der Zeit vom 22. bis 24. August war die Jugendfeuerwehr Braunfels Ausrichter des Kreiszeltlagers. Gezeltet wurde auf dem alten Turnplatz an der Jahnstraße. Während des Zeltlagers fand auch die Abnahme der Leistungsspange im Stadion in Braunfels statt. Hier begrüßte Bürgermeister Erich Lückel alle teilnehmenden Gruppen und gratuliert nach Abschluss der Abnahme allen Teilnehmern, hatten doch alle die Leistungsspange erhalten.

Ebenfalls in diesem Jahr beteiligte sich die Jugendfeuerwehr an den Wettkämpfen in Quembach.

Durch Neuanmeldungen stieg die Mitgliederzahl in 1976 auf 18 Kameraden an. Während der Jahreshauptversammlung am 17.01.1976 konnte Wehrführer Paul Glaßner 2 Kameraden in die Einsatzabteilung übernehmen.

Am 10.04.1976 unternahm die Jugendfeuerwehr Braunfels zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bonbaden einen Tagesausflug nach Frankfurt. Neben einem Besuch des Flughafens Rhein/Main stand der Besuch des Bundesligaspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Hamburger SV auf dem Programm.

Bei den Wettkämpfen in Volpertshausen konnte erstmals die selbstgebaute Hindernisbahn zur Verfügung gestellt werden. Selbstverständlich nahm auch hier eine Gruppe unserer Jugendwehr teil. In Bischoffen konnten 6 Kameraden die Leistungsspange erhalten.

Nach 4jähriger Dienstzeit trat Kamerad Horst Meier 1977 von seinem Amt als stv. Jugendwart zurück. Sein Nachfolger war Jörg Stoll. Auch in diesem Jahr konnten wieder 2 Kameraden in die Einsatzabteilung überwechseln. Weiterhin standen 2 Abmeldungen 5 Neuzugänge gegenüber. Neben den Wettkämpfen in Holzhausen/Ulm nahm man noch am Kreiszeltlager in Greifenstein teil.

Das Jahr 1978 brachte viele Änderungen durch die Gebietsreform und der damit verbundenen Bildung des Lahn-Dill-Kreises. So wurde auch der Austragungsmodus für Wettkämpfe geändert. Die beiden Kreisteile Wetzlar und Dillenburg ermittelten ihre jeweils fünf besten Gruppen. Durch ein gutes Ergebnis bei den Wettkämpfen in Bonbaden konnte sich die Jugendfeuerwehr für den Großkreisentscheid in Herborn qualifizieren. Weiterhin beteiligte sich die Jugendfeuerwehr am Kreiszeltlager, das in Bonbaden aus Anlass des 10jährigen Bestehens der dortigen Jugendfeuerwehr stattfand.

Wie im Vorjahr bestand die Jugendfeuerwehr in 1979 aus 15 Kameraden. 6 Kameraden konnte die Leistungsspange entgegennehmen. Auch nahm die Jugendfeuerwehr an einem Zeltlager in Greifenstein. Zu einer Ausflugsfahrt nach Frankfurt wurden die Jugendfeuerwehren aus Bonbaden und Tiefenbach eingeladen. Hauptziel dieser Fahrt waren die verschiedenen Feuerwachen wo man die Vielfalt der Aufgaben der Feuerwehr kennen lernen konnte. Interessant waren auch die vielen Sonderfahrzeuge. Zum Abschluss stand ein Besuch des neuen Fernsehturms mit einer Höhe von 220 Meter. Der Höhepunkt in diesem Jahr war das 100jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels.

Durch die Aufnahme von 7 Jugendlichen in die Jugendfeuerwehr und die Übernahme von 4 Kameraden in die Einsatzabteilung stieg die Mitgliederzahl im Jahr 1980 auf 18 an. Neben den auf Kreisebene stattfindenden Wettkämpfen stand in diesem Jahr ein Ausflug in den Raum Fulda auf dem Programm. Neben der Besichtigung der Feuerwehr und des Feuerwehrmuseum besuchten wir eine Einheit des Bundesgrenzschutzes wo wir über die Struktur der Grenze zur DDR informiert wurden. In Begleitung von 3 Beamten des BGS hatten wir dann Gelegenheit diese fragwürdigen und zweifelhaften Grenzbauten aus einiger Entfernung zu betrachten und manch einer machte sich tief beeindruckt noch lange seine Gedanken über diese Grenze.

Das Jahr 1981 begann damit, dass der neu gewählte Wehrführer Manfred Glaßner 3 Kameraden in die Einsatzabteilung übernehmen konnte. Neben den Wettkämpfen war für dieses Jahr ein Ausflug nach Südfrankreich geplant.

Dieses Unternehmen war das Größte das nach langer Planung in der Zeit vom 04. April bis zum 16. April 1981 durchgeführt wurde. Reiseziel war unsere Partnerstadt Bagnols sur Seze. Obwohl wir aufgrund einiger Probleme gezwungen waren früher als geplant den Heimweg anzutreten, war man doch der Meinung, dass dieser Ausflug ein voller Erfolg war. Kaum zurück ging der normale Übungsbetrieb weiter. Im Herbst wurde dann mit der Planung des 10jährigen Bestehens begonnen.

Das Jubiläumsjahr 1982 begann damit, dass der stv. Jugendwart Jörg Stoll von seinem Amt zurücktrat. Seine Nachfolger wurden Markus Adam und Mario Ewers. Zwei Kameraden, die genau wie ihr Vorgänger aus der eigenen Jugendfeuerwehr kamen. Höhepunkt in diesem Jahr war das 10jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Braunfels. Am 14. April 1982 fand eine akademische Feier im Haus des Gastes statt. Über 400 Gäste nahmen an dieser Jubiläumsfeier teil und dokumentierten so ihre Verbundenheit mit der Jugendarbeit. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels unter Leitung von Herbert Bender sowie die Kapelle "Solmsbach Combo". Ein weiterer Höhepunkt war die Ausrichtung eines Zeltlagers auf Kreisebene mit der gleichzeitigen Ausrichtung der Leistungsspange in der Zeit vom 20. bis 22. August 1982.

1983 bestand die Jugendfeuerwehr aus 21 Kameraden. 7 Neuanmeldungen standen 3 Abmeldungen gegenüber. Das Jahr 1983 stand ganz im Zeichen dreier Wettkämpfe. Bei den Bundeswettkämpfen konnte ein 5. Platz erreicht werden. Erstmals in diesem Jahr wurde ein Wettkampf auf Stadtebene durchgeführt. Als Preis wurde von Kamerad Erwin Theis ein Pokal gestiftet, den der jeweilige Sieger für ein Jahr behalten konnte. Erstmals wurde dieser Wettkampf in Bonbaden durchgeführt. Dank vieler Übung und einer guten Kameradschaft konnte die Jugendfeuerwehr Braunfels erstmals diesen Pokal gewinnen. Der 3 Wettkampf war die Abnahme der Leistungsspange am 20.08.1983 in Ewersbach, wo 9 Kameraden diese höchste Auszeichnung für Jugendfeuerwehren entgegennehmen konnten. Doch nicht nur Wettkämpfe standen in diesem Jahr auf dem Programm, auch in diesem Jahr fand ein Tagesausflug statt, der die Jugendfeuerwehr nach Frankfurt führte. Hier wurde die Feuerwache 6 und der Flughafen Frankfurt besichtigt.

Wie schon im Vorjahr nahm die Jugendfeuerwehr auch in 1984 an den Bundeswettkämpfen teil. Jedoch konnte man in diesem Jahr mit zwei Mannschaften starten und auch hier wurde von der 1. Mannschaft der Jugendfeuerwehr ein 5. Platz belegt. Am 18.08.1984 stand dann wieder der Stadtpokal auf dem Programm. Hier galt es, denn Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen. Leider war konnte aufgrund eines kleinen Fehlers dieser Erfolg nicht wiederholt werden. Man musste sich mit einem 2. Platz zufrieden geben. Zwischen diesen beiden Wettkämpfen nahm die Jugendfeuerwehr noch am Kreiszeltlager teil. Auch beteiligte sich die Jugendfeuerwehr in diesem Jahr an der Ausrichtung der Kurkonzerte.

Aufgrund von 2 Abmeldungen und der Übernahme von 5 Kameraden in die Einsatzabteilung bestand die Jugendfeuerwehr in 1985 nur noch aus 13 Mitgliedern. Bei der Teilnahme an den Bundeswettkämpfen, die in Braunfels
stattfanden konnte man eine 3. Platz erlangen und beim diesjährigen Stadtpokal wurde wieder ein 2. Platz belegt. Die Leistungsspange konnte 6 Kameraden am 15.09.1985 entgegennehmen. Neben diesen Wettkämpfen wurde auch wieder eine Tagesfahrt unternommen, an der alle Stadtteiljugendwehren teilnahmen. Ziel war das "Fort Fun" im Sauerland.

Höhepunkt dieses Jahres war jedoch die Fahrt nach Eeklo, Belgien, in der Zeit vom 12.07. bis 17.07.1985 gewesen sein. Hier wurde eine Freundschaft gefestigt, die bis zum heutigen Tage bestand hat, was sich durch viele Gegenbesuche gezeigt hat.

Nach einer Abmeldung, zwei Neuzugängen und der Übernahme von drei Kameraden in die Einsatzabteilung sank die Zahl der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr im Jahr 1986 auf 11 Kameraden.

Erstmals fanden in diesem Jahr gemeinsame Übungen aller Stadtteiljugendwehren statt. Auch auf dem diesjährigen Programm stand die Teilnahme an den Bundeswettkämpfen sowie die Teilnahme an einem Freundschaftswettkampf in Bermbach, Teilnehmer waren die Jugendfeuerwehren der Stadt Braunfels sowie Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Limbug-Weilburg. Hier wurde ein 6 Platz belegt. Ferner konnten 5 Kameraden in diesem Jahr die Leistungsspange erlangen.

Ebenfalls beteiligte sich die Jugendfeuerwehr an dem von der Stadt Braunfels ausgerichteten Wander-Wettbewerb im Rahmen des Naturschutzjahres. Nach 3 Wanderungen von jeweils ca. 10 Km Länge erreichte die Jugendfeuerwehr ein 3. Platz.

Das Jahr 1987 begann mit einer kleinen Ehrung. Jugendwart K.H. Gabriel erhielt als Dankeschön für 15 Jahre Jugendarbeit von Bürgermeister Peter Schneider den Braunfelser Stadtbecher. Die Mitgliederzahl in diesem Jahr war wie im Vorjahr 11 Kameraden, 6 Austritten standen 6 Neuzugänge gegenüber. Eine Mitgliederwerbeaktion am 09.02.1987 fand leider nicht den gewünschten Erfolg. Erst persönliche Gespräche der Jugendlichen untereinander konnten einen Erfolg verbuchen. Neben der Teilnahme an gemeinsamen Übungen und einer Tagesfahrt nach Frankfurt, beteiligte sich die Jugendfeuerwehr Braunfels erstmals am Zeltlager der Jugendwehren Bonbaden und Hombressen. Höhepunkt hier war der Stadtpokalwettkampf. In der Zeit vom 13.08. bis 16.08.1987 fand das Kreiszeltlager in Tiefenbach statt und am 19.09.1987 konnten 2 Kameraden die Leistungsspange erlangen.

Nach 16 Jahren Jugendarbeit begann das Jahr 1988 mit dem Ende einer Ära. Jugendwart K.H. Gabriel stand für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung. Er gab dieses Amt an Kamerad Dirk Braun und den stv. Jugendwart T. Sinkel ab. Die 11 Jugendfeuerwehrmitglieder beteiligten sich an den Verschiedenen Veranstaltungen. Im Juli fand ein Zeltlager in Hombressen statt. Hier wurde der Stadtpokal ausgetragen. In der Zeit vom 18.08.1988 bis 21.08.1988 unternahm die Jugendfeuerwehr eine Fahrt nach Berlin.

Nachdem Kamerad R. Gloel bereits seit Juli 1988 die Jugendfeuerwehr geführt hatte wurde er in der Jahreshauptversammlung 1989 zum Jugendwart gewählt.

Im Jahr 1990 musste mit 7 Kameraden die niedrigste Mitgliederzahl verzeichnet werden. Neben verschiedenen Veranstaltungen beteiligte sich die Jugendfeuerwehr am Kreiszeltlager in Waldsolms vom 29.06. bis 01.07.1990. Höhepunkt in diesem Jahr war ein Zeltlager in der Domäne Hohenfels vom 09. bis 14.07.1990. Hier unternahmen wir eine Radtour von 30 km und eine Wanderung von 10 km Länge. In der Zeit vom 31.08. bis 02.09.1990 fand das Stadtzeltlager in Altenkirchen statt. Hier konnte die Jugendfeuerwehr Braunfels zum dritten Mal den Stadtpokal gewinnen. Am 29.09.1990 konnten 8 Kameraden die Leistungsspange erlangen.

Die Mitgliederzahl stieg im Jahr 1991 auf 12 Mitglieder. Erstmals meldeten sich auch 4 Mädchen in der Jugendfeuerwehr an, von denen am Ende des Jahres immer noch 3 mit viel Elan dabei waren. Neben der Teilnahme an einem Freundschaftswettkampf in Bermbach und der Teilnahme am Kreiszeltlager in Hohensolms vom 23. bis 24. August 1991, beteiligte sich die Jugendfeuerwehr wie schon in den Jahren zuvor am traditionellen Tag der offenen Tür der Feuerwehr Braunfels.

Das Jahr 1992 stand ganz im Zeichen des 20jährigen Bestehens. In der Zeit vom 29.05. bis 31.05.1992 fand das diesjährige Stadtzeltlager statt, das von uns ausgerichtet wurde. Neben den Stadtteilen nahmen hier die Jugendwehren aus Bermbach und Stützerbach teil, so dass insgesamt 65 Kameradinnen und Kameraden teilnahmen. Doch auch in diesem Jahr standen wieder viele andere Veranstaltungen an. Am 16. Mai besuchten wir den Aktionstag in Hünfeld. Anlässlich des Tag der offenen Tür konnten wir 7 Neuzugänge verbuchen, so dass zum Jahresende die Mitgliederzahl auf 19 Kameradinnen und Kameraden angestiegen ist.

Zu Beginn des Jahres 1993 wurde Kamerad Markus Adolph zum Jugendwart gewählt, seine Stv. sind die Kameraden Carsten Sehorz und Wolfram Gabriel. Die Jugendfeuerwehr besteht aus 17 Mitgliedern. Höhepunkt in diesem Jahr war eine Fahrt nach Stützerbach, Thüringen, sowie die Teilnahme am Kreiszeltlager in Bonbaden. Viel Arbeit gab es dann mit der Ausrichtung des Wandertages der Jugendfeuerwehren mit über 300 Teilnehmern.

Die 14 Jugendfeuerwehrmitglieder beteiligten sich in 1994 an zahlreichen Veranstaltungen. So war die Teilnahme am Aktionstag der Hessischen Jugendfeuerwehren in Wetzlar eine Selbstverständlichkeit. Auch beteiligten wir uns am Tag der offenen Tür der Gesamtschule Braunfels. Selbstverständlich nahmen wir auch am Stadtzeltlager in Philippstein statt. Zum Abschluss des Jahres unternahmen wir zusammen mit allen Stadtteiljugendwehren einen Ausflug zur Landesfeuerwehrschule nach Kassel.

Nachdem im Jahr 1995 6 Neuzugänge zu verzeichnen waren, demgegenüber auch 4 Austritte stehen und 2 Kameradinnen und Kameraden in die Einsatzabteilung übernommen wurden, besteht die Jugendfeuerwehr aus 14 Mitgliedern. In der Zeit vom 30.06. bis 02.07.1995 beteiligten wir uns am Stadtzeltlager in Altenkirchen. Höhepunkt in diesem Jahr war jedoch die Fahrt nach Eeklo, Belgien, vom 26.07. bis 30.07.1995. Hier konnten wir wieder viele neue Freundschaften schließen. Anlässlich der Leistungsspangenabnahme konnten 3 Kameraden und Kameradinnen diese hohe Auszeichnung erlangen.

1996 hatte die Jugendfeuerwehr 16 Mitglieder. Wir beteiligten uns in diesem Jahr am Kreiszeltlager in Hüttenberg vom 19.07. bis 21.07.1996. Das Stadtzeltlager in Bonbaden viel aufgrund des schlechten Wetters aus, so traf man sich zu einem gemütlichen Nachmittag. Im Rahmen der Ferienspiele beteiligte sich die Jugendfeuerwehr an einem Aktionstag in Neukirchen. Außerdem wurden die Jugendwarte in der Jahreshauptversammlung zu Beginn des Jahres mit der Wahl von Julia Wilfling und Enno Arne Lückel verstärkt.

Zu Beginn des Jubiläumsjahres 1997 besteht die Jugendfeuerwehr Braunfels aus 19 Mitgliedern. Neben den zahlreichen dienstlichen Veranstaltungen in diesem Jahr galt es hier, dass diesjährige Stadtzeltlager auszurichten. An dem neben den Jugendfeuerwehren der Stadtteile auch die Jugendfeuerwehren Stützerbach, Thüringen, und Eeklo, Belgien, teilnahmen. Zwar musste das Zeltlager aufgrund eines Unwetters vorzeitig beendet werden, jedoch verlegte man die Schlafplätze einfach in den Feuerwehrstützpunkt wo die Jugendlichen aus Braunfels, Stützerbach und Eeklo von den Kameraden der Einsatzabteilung bestens versorgt wurden. Diese 3 Tage vom 11. bis 13.07.1997 hinterließen trotzdem einen positiven Eindruck. Im August nahm man dann an einem Ausflug nach Rust in den Europapark teil. Anlässlich des Tag der offenen Tür führte die Jugendfeuerwehr am Samstag, dem 20.09.1997 eine Übung vor und konnte so ihr Können unter beweis stellen.

Die Feierlichkeiten waren jedoch noch nicht zu Ende. Am 18. Oktober 1997 konnten wir im Rahmen einer akademischen Feier zusammen mit ca. 250 Gästen, darunter der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Roland Wegricht und Bürgermeister Dieter Schmidt, nochmals das 25jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Braunfels feiern. Hier wurden 4 Kameraden die noch aus der Gründungszeit der Jugendfeuerwehr aktiv sind, geehrte. Der damalige Jugendwart Karl Heinz Gabriel und der damalige stv. Jugendwart Helmut Schwenk wurde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen geehrt. Die einzigen beiden Gründungsmitglieder aus der Jugendfeuerwehr, die Kameraden Reiner Glaßner und Hans-Joachim Himmelreich erhielten das silberne Brandschutzehrenzeichen für 25. Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Diese beiden Kameraden sind auch heute noch Mitglieder in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels.

Zu Beginn des Jahres 1998 bestand die Jugendfeuerwehr Braunfels aus 21 Kameradinnen und Kameraden. Nachdem das Jubiläumsjahr 1997 gut überstanden war, ging es im neuen Jahr erst einmal gemächlich zu, mit dem normalen Übungsdienst. Hieß es doch erst einmal die neuen Kameradinnen und Kameraden mit den Aufgaben und Geräten der Feuerwehr vertraut zu machen.

In der Zeit vom 19.06. bis 21.06.1998 beteiligten wir uns am Kreiszeltlager, welches die Jugendfeuerwehr aus Braunfels-Bonbaden ausrichtet. Hier konnten wir erstmals unser neues Zelt einweihen, welches wir an der akademischen Feier im Oktober 1997 als Geschenk des Vereins erhalten haben.

Das von der Jugendfeuerwehr Braunfels-Philippstein geplante Stadtzeltlager fiel dann jedoch leider aus, da auch hier wieder das Wetter einen Streich spielte. Stattdessen wurde kurzerhand im Gerätehaus übernachtet.

Selbstverständlich beteiligten wir uns auch wieder am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels mit einem Malwettbewerb und verschiedenen Wasserspielen.

Neben der obligatorischen Teilnahme am Wandertag der Jugendfeuerwehren im Kreisverband Wetzlar in Leun-Stockhausen, nahmen wir am 17. Oktober 1998 an einer gemeinsamen Übung aller Jugendfeuerwehren der Stadt Braunfels in Braunfels-Neukirchen teil.

Für das Jahr 1999 waren wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant. Hierunter fällt unter anderem die Teilnahme am Kreiszeltlager in Solms-Oberbiel und auch eine Tagesfahrt in den Europapark nach Rust, an dem sich alle Jugendfeuerwehren der Stadt Braunfels beteiligten.

Am erfreulichsten in diesem Jahr war jedoch, dass es nach längerer Zeit endlich wieder gelungen war, eine Mannschaft für die Abnahme der Leistungsspange zu melden. Am 25. September 1999 konnte eine Gruppe bestehend aus 7 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Braunfels und 2 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Philippstein die höchste Auszeichnung erhalten. Hier zeigte sich besonders, dass auch die Zusammenarbeit unter den einzelnen Jugendfeuerwehren positiv zu sehen ist. Dieses zeigte sich auch in den folgenden Jahren.

Nachdem 1 Jugendlicher Ausgetreten war und 2 Jugendliche in die Einsatzabteilung wechselten, blieb dank 3 Neueintritte die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr Braunfels im Jahr 2000 bei 16 Kameradinnen und Kameraden. In diesem Jahr bewahrheitete sich das Konzept, welches schon im Jahr zuvor Früchte trug. Beim diesjährigen Stadtpokalwettkampf bildeten wir zusammen mit der Jugendfeuerwehr Braunfels-Neukirchen eine Mannschaft und belegten den 2. Platz. Auch bei der Abnahme der Leistungsspange stellten wir wieder eine gemeinsame Mannschaft, so dass alle Jugendlichen in Lahnau-Dorlar die Leistungsspange erhielten.

Beim Wandertag der Jugendfeuerwehren des Kreisverbandes Wetzlar in Greifenstein-Allendorf konnten wir dank einer guten Leistung bei den verschiedenen zu lösenden Aufgaben, von 26 teilnehmenden Mannschaften den dritten Platz belegen.

Das Jahr 2001 brachte leider die höchste Zahl an Austritten. Demgegenüber konnten aber auch 4 Neueintritte verzeichnet werden, so dass auch weiterhin eine gute Ausbildungsarbeit durchgeführt werden konnte.

Beim während des Stadtzeltlagers stattfindenden Stadtpokalwettkampf bildeten wir zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus Neukirchen und Altenkirchen eine gemeinsame Mannschaft und konnten hier einen hervorragenden 1 Platz belegen.

Ein im Rahmen des Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Braunfels geplanter Tag der Jugendfeuerwehr am Samstag, dem 15. September 2001 fiel dann jedoch, wie schon so manche Veranstaltung in den letzten Jahren ins Wasser. Dafür konnte die Jugendfeuerwehr, dann am nächsten Tag mit zahlreichen Spielen für die kleinen Gäste des Tag der offenen Tür aufwarten.

Das Jahr 2002 fing für die Jugendfeuerwehr Braunfels ruhig an. Es galt hier wieder einmal neue Kameraden in der Jugendfeuerwehr zu begrüßen und diese mit den Aufgaben in der Feuerwehr vertraut zu machen. Beim Stadtzeltlager in Braunfels-Philippstein konnten wir zusammen mit der Jugendfeuerwehr Braunfels-Altenkirchen eine Mannschaft für den Stadtpokal stellen und erreichen einen 2. Platz. Dies war Grund dafür, zukünftig einmal im Monat gemeinsam zu üben, zeigte es sich doch, dass der Zusammenhalt zweier Gruppen, obwohl sie vorher nie zusammengeübt haben, sehr gut war und unbedingt gefördert werden sollte, um auch in Zukunft gemeinsam Erfolge zu feiern und auch Freundschaften und Kameradschaften zu fördern. Sollte Gerade diese doch das höchste Ziel der Jugendarbeit in der Jugendfeuerwehr sein.

Wenn man nun diese 30 Jahre Revue passieren lässt, so gab es bestimmt auch einige negative Aspekte auf die wir in dieser Chronik jedoch nicht eingehen wollen, doch viel erfreulicher sind die vielen positiven Erlebnis und Erinnerungen bei den zahlreichen Veranstaltungen und Fahrten im Inland und Ausland, die zeigen wie wichtig eine gute Jugendarbeit in einem Verein ist und der Spaß auf jedem Fall dazugehört.

Abschließend möchten wir, die Jugendwarte der Jugendfeuerwehr Braunfels, uns recht herzlich bei allen Kameraden bedanken, die uns und unsere Vorgänge über diesen langen Zeitraum von 30. Jahren unterstützt haben. Die vielen aufgeführten Veranstaltungen hätten ohne ihre Unterstützung nicht stattfinden können. Auch möchten wir uns bei den Gremien der Stadt Braunfels, an deren Spitze Herrn Bürgermeister Dieter Schmidt, sowie seinem Vorgänger Herrn Peter Schneider recht herzlich bedanken. Durch die großzügige Unterstützung seitens der Stadt Braunfels war eine gute Jugendarbeit möglich.

Hier sei nochmals allen recht herzlich gedankt.

Chronologische Auflistung der Jugendwarte und Stellvertreter

 

Jugendwart

Stv. Jugendwart

1972

Karl-Heinz Gabriel

Helmut Schwenk

1974

Karl-Heinz Gabriel

Horst Meier

1977

Karl-Heinz Gabriel

Jörg Stoll

1982

Karl-Heinz Gabriel

Markus Adam,
Mario Ewers

1988

Dirk Braun

Thomas Sinkel

1989

Rainer Gloel

Claus Schnurrer,
Markus Adolph

1993

Markus Adolph

Wolfram Gabriel,
Carsten Sehorz

1996

Markus Adolph

Wolfram Gabriel,
Julia Wilfling,
Enno-Arne Lückel

1999

Markus Adolph

Wolfram Gabriel,
Julia Wilfling,
René Hundert

2000

Markus Adolph

Wolfram Gabriel,
René Hundert